Implantologie – Moderne Zahnimplantate für nachhaltige Zahngesundheit
Ein Zahnimplantat ist eine hochpräzise, künstliche Zahnwurzel aus biokompatiblem Reintitan, die sicher im Kieferknochen verankert wird. Dank der exzellenten Gewebeverträglichkeit von Titan entstehen in der Regel keine allergischen oder Fremdkörperreaktionen. Implantate eignen sich für einzelne und mehrere Zahnlücken ebenso wie für den stabilen Halt herausnehmbarer Prothesen – und gelten heute als Goldstandard, wenn verlorene Zähne dauerhaft und fest ersetzt werden sollen.
Seit über 30 Jahren setzen wir auf fortschrittliche Implantologie, digitale Diagnostik und einen eigenen OP-Bereich – für maximale Sicherheit, Präzision und nachhaltige Behandlungsergebnisse. Patientinnen und Patienten nehmen dafür Anfahrten aus Passau, Mühldorf, Salzburg und Linz auf sich: 3D-Diagnostik, digitale Planung, der Eingriff und der Zahnersatz liegen bei uns in einer Hand.
Aus welchen Teilen besteht ein Zahnimplantat?
Ein implantatgetragener Zahn besteht aus drei Bausteinen, die exakt aufeinander abgestimmt sind:
- Implantatkörper: die künstliche Zahnwurzel aus Reintitan mit feinem Gewinde. Sie wird im Kieferknochen verankert und verwächst dort fest mit dem Knochen. Wir verwenden ausschließlich bewährte Implantatsysteme mit langjährigen Studiendaten.
- Abutment: das Verbindungsstück zwischen Implantat und Zahnersatz. Es wird im Implantat verschraubt, reicht durch das Zahnfleisch und trägt die Krone.
- Zahnersatz: der sichtbare Teil – eine Krone, eine Brücke oder die Verankerung einer Prothese. Für Kronen kommt meist Hochleistungskeramik wie Zirkonoxid zum Einsatz: sehr belastbar und in Farbe und Lichtwirkung vom natürlichen Zahn kaum zu unterscheiden.
Als metallfreie Alternative zu Titan haben sich Implantate aus Zirkonoxidkeramik etabliert. Titan bleibt mit den längsten Langzeitdaten der bewährte Standard – welche Lösung zu Ihrer Situation passt, besprechen wir gemeinsam in der Beratung.
Warum sollte eine Zahnlücke versorgt werden?
Auch eine Lücke, die kaum jemand sieht, bringt das Gebiss auf Dauer aus dem Gleichgewicht: Nachbarzähne kippen in den freien Raum, der gegenüberliegende Zahn wächst ihm entgegen, und ohne Kaubelastung bildet sich der Kieferknochen an dieser Stelle zurück. Je länger eine Lücke unversorgt bleibt, desto aufwendiger wird der spätere Zahnersatz. Ein Implantat überträgt den Kaudruck wie eine echte Zahnwurzel wieder auf den Kiefer und hilft so, den Knochen zu erhalten. Anders als bei einer klassischen Brücke müssen dafür keine gesunden Nachbarzähne beschliffen werden.
Für welche Situationen eignen sich Implantate?
- Einzelzahnimplantat: Ein fehlender Zahn wird eins zu eins ersetzt – mit eigener Wurzel und eigener Krone, ohne die Nachbarzähne anzutasten.
- Implantatgetragene Brücke: Fehlen mehrere benachbarte Zähne, können zwei Implantate eine Brücke aus drei oder vier Zahngliedern tragen.
- Stabilisierte Prothese: Schon zwei bis vier Implantate geben einer herausnehmbaren Prothese sicheren Halt – ohne Druckstellen und Haftcreme.
- Feste Zähne im zahnlosen Kiefer: Eine komplette, fest verschraubte Zahnreihe lässt sich auf vier bis sechs Implantaten verankern. Ob das für Sie infrage kommt, klären wir ehrlich anhand von Befund und 3D-Diagnostik.
Behandlungsablauf
So entsteht Ihr Implantat – Schritt für Schritt
Vom 3D-Röntgen über den Eingriff und das Dentallabor bis zur fertigen Krone im Mund: Die Animation zeigt die Behandlung am Beispiel eines Backenzahns im Unterkiefer.
Praxis · im Mund des Patienten
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Schritt 1 von 8
Untersuchung und 3D-Diagnostik
Das digitale 3D-Röntgen (DVT) zeigt Ihren Kiefer dreidimensional: Knochenhöhe, Knochenbreite und den Verlauf des Nervs im Unterkiefer – millimetergenau und KI-gestützt ausgewertet.
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Schritt 2 von 8
Planung am 3D-Modell und Bohrschablone
Am Computer legen wir Position, Länge und Durchmesser des Implantats fest – mit sicherem Abstand zum Nerv und passend zur späteren Krone. Eine individuell gefertigte Bohrschablone überträgt die Planung bei Bedarf exakt in Ihren Mund.
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Schritt 3 von 8
Implantatbett vorbereiten
In örtlicher Betäubung bereiten wir im eigenen OP-Raum minimalinvasiv das Implantatbett vor – geführt durch die Schablone und schrittweise mit aufeinander abgestimmten Bohrern.
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Schritt 4 von 8
Implantat einsetzen
Das Implantat aus Reintitan wird behutsam in den Knochen eingedreht, bis es fest sitzt. Eine kleine Einheilkappe schützt es und formt das Zahnfleisch für die spätere Krone.
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Schritt 5 von 8
Einheilen im Knochen
In etwa drei bis sechs Monaten verwächst der Knochen fest mit der Implantatoberfläche (Osseointegration). So entsteht eine stabile künstliche Zahnwurzel, die den Kaudruck wie ein eigener Zahn auf den Kiefer überträgt.
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Schritt 6 von 8
Abformung
Ist das Implantat eingeheilt, setzen wir einen Abformpfosten auf und nehmen eine präzise Abformung. Sie überträgt die exakte Position des Implantats, das Zahnfleisch und die Nachbarzähne ins Dentallabor.
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Schritt 7 von 8
Fertigung im Dentallabor
Auf einem Modell Ihres Kiefers fertigen erfahrene Zahntechniker das Verbindungsstück (Abutment) und die Krone, meist aus Zirkonoxid-Keramik – die Farbe wird von Hand an Ihre Zähne angepasst.
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Schritt 8 von 8
Krone einsetzen
Das Abutment wird fest mit dem Implantat verschraubt, darauf kommt die neue Krone. Wir prüfen Passform, Kontaktpunkte und Biss – das Ergebnis ist ein fest sitzender Zahn, der sich harmonisch in Ihre Zahnreihe einfügt.
Der Ablauf im Detail
1. Untersuchung, Beratung und 3D-Diagnostik
Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung von Zähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen. Dabei klären wir auch, ob vorab eine Behandlung nötig ist – etwa eine Parodontitis-Therapie, denn nur in einem entzündungsfreien Umfeld heilt ein Implantat sicher ein. Mit der digitalen Volumentomographie (DVT) entsteht anschließend ein strahlungsarmes 3D-Röntgenbild Ihres Kiefers. Es zeigt Knochenhöhe und Knochenbreite, den Verlauf der Nerven und die Lage der Kieferhöhle und wird KI-gestützt ausgewertet.
2. Digitale Planung, Bohrschablone und Kostenplan
Auf Grundlage der 3D-Daten legen wir Position, Länge, Durchmesser und Neigung des Implantats am Computer millimetergenau fest – mit sicherem Abstand zu Nerven und Nachbarzähnen und so, dass das Implantat später die Krone optimal trägt. Aus der Planung kann eine individuelle Bohrschablone gefertigt werden, die die geplante Position im Eingriff exakt überträgt (geführte Implantation). Im Gespräch erklären wir Ihnen die Planung, und Sie erhalten einen schriftlichen Heil- und Kostenplan. Erst wenn alle Fragen geklärt sind, wird operiert.
3. Der Eingriff im eigenen OP-Raum
Das Implantat setzen wir ambulant in unserem eigenen OP-Raum – unter sterilen Bedingungen und in örtlicher Betäubung, sodass der Eingriff schmerzfrei ist. Minimalinvasiv und häufig über die Bohrschablone geführt, wird das Implantatbett mit aufeinander abgestimmten Bohrern schrittweise vorbereitet; anschließend wird das Implantat behutsam in den Knochen eingedreht. Der Eingriff dauert oft kaum länger als eine normale Zahnbehandlung, und die meisten Patientinnen und Patienten empfinden ihn als deutlich leichter als erwartet. Leichte Wundbeschwerden in den Tagen danach lassen sich mit gängigen Schmerzmitteln gut lindern.
4. Einheilphase: Das Implantat verwächst mit dem Knochen
In den folgenden drei bis sechs Monaten verwächst der Kieferknochen fest mit der Oberfläche des Implantats – Fachleute sprechen von Osseointegration. Je nach Situation heilt das Implantat dabei verdeckt unter dem Zahnfleisch ein oder mit einer kleinen Einheilkappe, die das Zahnfleisch bereits für die spätere Krone formt. Moderne Implantatoberflächen unterstützen das Anwachsen des Knochens. Ob die Lücke in dieser Zeit provisorisch versorgt werden kann, besprechen wir vorab mit Ihnen.
5. Abformung und Zahnfarbe
Ist das Implantat fest eingeheilt, setzen wir einen Abformpfosten auf und nehmen eine präzise Abformung. Sie hält die exakte Position des Implantats, die Form des Zahnfleischs, die Nachbarzähne und den Gegenbiss fest. Zusätzlich wird Ihre Zahnfarbe bestimmt, damit sich die neue Krone harmonisch in Ihre Zahnreihe einfügt.
6. Fertigung im Dentallabor
Im zahntechnischen Labor entsteht aus der Abformung ein exaktes Modell Ihres Kiefers, in dem die Implantatposition originalgetreu nachgebildet ist. Darauf fertigen erfahrene Zahntechniker, mit denen wir eng zusammenarbeiten, das Abutment und die Krone – meist aus Zirkonoxid-Keramik. Form und Kaufläche der Krone werden individuell gestaltet, die Farbe wird von Hand an Ihre Zahnfarbe angepasst.
7. Einsetzen der Krone
Beim abschließenden Termin wird das Abutment fest mit dem Implantat verschraubt und die Krone darauf befestigt. Passform, Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen und den Biss kontrollieren wir sorgfältig, bis alles harmonisch zusammenpasst. Danach können Sie mit Ihrem neuen Zahn wieder unbeschwert abbeißen, kauen und lachen.
8. Pflege und Nachsorge
Ein Implantat wird geputzt wie ein eigener Zahn – mit Zahnbürste und, je nach Zahnzwischenraum, mit Interdentalbürstchen oder Zahnseide. Die größte Gefahr für ein Implantat ist die Periimplantitis, eine schleichende, oft schmerzlose Entzündung des Gewebes rund um das Implantat. Wir empfehlen deshalb mindestens zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung und regelmäßige Kontrollen, bei Risikofaktoren wie Diabetes oder Rauchen auch öfter. Mit unserem Schwerpunkt in der Parodontologie sind wir auf die Gesunderhaltung von Zahnfleisch und Implantatbett spezialisiert.
Sofortimplantation: direkt nach der Zahnentfernung
In geeigneten Fällen kann das Implantat unmittelbar nach der Entfernung eines Zahns in derselben Sitzung gesetzt werden. Das spart einen Eingriff, verkürzt die Gesamtbehandlungszeit und erhält das Knochenfach des entfernten Zahns. Voraussetzung sind eine entzündungsfreie Ausgangssituation und ausreichend stabiler Knochen – ob das bei Ihnen möglich ist, klären wir zuverlässig anhand der 3D-Diagnostik.
Wenn der Knochen nicht ausreicht
Ist der Kieferknochen von Natur aus schmal oder hat er sich nach Zahnverlust oder Parodontitis zurückgebildet, schaffen moderne Verfahren wie Knochenaufbau oder Sinuslift im seitlichen Oberkiefer das nötige Fundament für eine erfolgreiche Implantation. Kleinere Aufbauten lassen sich oft in derselben Sitzung wie die Implantation durchführen. Dank der 3D-Diagnostik wissen wir schon vor dem Eingriff, ob und wie viel Aufbau nötig ist, und planen ihn von Anfang an mit ein.
Was kosten Zahnimplantate?
Die Kosten hängen von Befund, Knochenangebot, Implantatsystem und Art des Zahnersatzes ab: Für ein Einzelzahnimplantat inklusive Krone sind je nach Aufwand meist 2.500 bis 4.000 Euro realistisch; Versorgungen mit Knochenaufbau oder mehreren Implantaten liegen entsprechend darüber. Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich mit einem befundorientierten Festzuschuss am Zahnersatz-Anteil – also an Krone, Brücke oder Prothese, nicht am Implantat selbst. Mit lückenlos geführtem Bonusheft erhöht sich der Zuschuss auf 70 Prozent nach fünf und auf 75 Prozent nach zehn Jahren regelmäßiger Vorsorge. Private Krankenversicherungen und Zahnzusatzversicherungen übernehmen je nach Tarif oft deutlich mehr.
Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie von uns einen transparenten, schriftlichen Heil- und Kostenplan, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. Alles Wissenswerte zu Ablauf, Kosten und Haltbarkeit haben wir außerdem in unserem ausführlichen Implantat-Ratgeber zusammengefasst.
Häufige Fragen zu Implantologie
Wie lange halten Zahnimplantate?
Langzeitstudien zeigen, dass über 90 bis 95 Prozent der Implantate nach zehn Jahren noch fest im Knochen verankert sind – bei guter Pflege oft ein Leben lang. Entscheidend sind eine gründliche Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe, um Entzündungen am Implantat (Periimplantitis) vorzubeugen.
Tut das Einsetzen eines Implantats weh?
Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung und ist dadurch schmerzfrei – viele Patienten empfinden ihn als deutlich schonender als erwartet. Durch das minimalinvasive Vorgehen in unserem eigenen OP-Raum sind auch die Beschwerden danach meist gering und mit gängigen Schmerzmitteln gut beherrschbar.
Für wen sind Implantate geeignet?
Grundsätzlich für fast alle Erwachsenen mit abgeschlossenem Kieferwachstum. Faktoren wie starkes Rauchen, ein schlecht eingestellter Diabetes oder eine unbehandelte Parodontitis müssen individuell bewertet und gegebenenfalls vorab behandelt werden – genau dafür nehmen wir uns in der Planung mit 3D-Diagnostik die nötige Zeit.
Was passiert, wenn zu wenig Knochen vorhanden ist?
Dann bauen wir den Knochen gezielt wieder auf – etwa durch einen Sinuslift im Oberkiefer oder moderne Knochenaufbauverfahren. Dank 3D-Röntgen erkennen wir das Knochenangebot exakt im Voraus und planen den Aufbau von Anfang an mit ein.
Wer fertigt die Krone auf dem Implantat?
Abutment und Krone entstehen im zahntechnischen Labor – gefertigt von erfahrenen Zahntechnikern, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Grundlage ist die Abformung Ihres eingeheilten Implantats; die Farbe der Krone wird von Hand an Ihre natürlichen Zähne angepasst.
Passende Leistungen
Termine nach Vereinbarung
Vereinbaren Sie Ihren Termin telefonisch unter 08571 2018, per E-Mail an zahnarzt@dr-brunnhuber.de – oder bequem über unsere Online-Anfrage. Bei akuten Zahnschmerzen rufen Sie uns bitte direkt an.